Die Wundheilung bestimmt das Endergebnis der Nasenkorrektur. Sie lässt sich durch Maßnahmen wie Massagen, Medikamente und Tapen lenken. Entscheidend bleibt Geduld.
Diese Seite beantwortet häufige Fragen zur ersten Zeit nach der OP: Von Schmerzen, Schwellungen und Schlafpositionen bis hin zu Sport, Fliegen oder Sonnenschutz. Die Informationen beruhen auf der langjährigen Erfahrung von Dr. Brügel.
Wundheilung:
Die ersten Tage nach der Operation
Schmerzen, Schwellung
Blutergüsse
Eine Operation ist eine kontrollierte Verletzung. Der Körper antwortet mit einer über Millionen Jahre evolvierten Heilungsstrategie. Schwellung stabilisiert das Gewebe für gezielte Heilung. Schmerzen fördern Schonhaltung, um Verschiebungen zu verhindern. Blut startet die Wundheilungskaskade und wehrt Infektionen ab. Durch moderne Nasenchirurgie und Schmerztherapie treten Schmerzen häufig gar nicht auf. Blutergüsse werden minimiert.
Wie stark sind die Schmerzen nach einer Nasenoperation?
Die Schmerzen nach einer Nasenoperation ähneln denen bei einem verstauchten Knöchel. Es existieren zwei Phasen. Der akute maximale Schmerz tritt mit Übelkeit auf. Danach folgt eine diffuse Schwellung, wobei Schmerzen nur bei Bewegung entstehen.
Bei der Nasenkorrektur fängt ein langwirksames örtliches Betäubungsmittel den akuten Verletzungsschmerz vollständig ab. Da die Nase nicht bewegt wird, verläuft die Nachsorge häufig fast schmerzfrei. Zudem erhält der Einsatz eines Ultraschallskalpells die Knochenhaut
Schmerzmanagement
Medikamentöse Behandlung:
- Langwirksames örtliches Betäubungsmittel unterdrückt akuten Verletzungsschmerz
- Standardschmerzmittel ist Ibuprofen
- Abschwellende Nasentropfen gegen das Druckgefühl
Nicht-medikamentöse Maßnahmen:
- Intraoperativer Erhalt der Knochenhaut
- Kühlung mit Kühlpacks
Statt Schmerzen: Typische Beschwerden nach der Operation
- Druckgefühl: Wahrnehmung der Schwellung im Gesicht
- Spannungsgefühl: Besonders im Bereich des Nasenrückens
- Verstopfte Nase: Durch Schwellung, Blutkrusten und Splints
- Kopfschmerzen: Gelegentlich durch Schwellung
- Tränende Augen: Durch verstopfte Nase
- Schleimige Blutung: Wird durch Nasensekret aus der Nase geschwämmt
Wie stark sind die Schwellung nach einer Nasenkorrektur?
Schwellung ist unvermeidbar und sinnvoll. Sie stabilisiert das Gewebe. Der Gipfel der Schwellung ist bereits nach 36 Stunden erreicht.
Das Beispiel zeigt den typischen Schwellungsverlauf bei primärer Nasenkorrektur mit nasenrückenerhaltender Methode und schonender Ultraschalltechnik
Gesicht ohne Schwellung vor Nasenkorrektur
3. Tag nach Nasenkorrektur: keine Blutergüsse, deutliche Schwellung
5. Tag nach Nasenkorrektur: Schwellung ist bereits deutlich rückläufig
Wie stark sind die Blutergüsse nach einer Nasenkorrektur?
Gesicht ohne Schwellung vor Nasennachkorrektur mit Rippenknorpel
3. Tag nach Nasennachkorrektur: deutliche Blutergüsse und Schwellung
9. Tag nach Nasennachkorrektur: minimale Blutergüsse und Schwellung
zwei Wochen nach Nasennachkorrektur: keine Blutergüsse mehr
Bei primären Nasenkorrekturen gehören Brillenhämatome – bei denen die Augen kaum geöffnet werden können – durch schonende OP-Verfahren und moderne Piezochirurgie der Vergangenheit an. Hier treten nur minimale Blutergüsse oder gar keine auf. Bei Nachkorrekturen sind Blutergüsse durch die defekte Knochenhaut deutlicher. Auch hier lassen sich Mittel einsetzen, um das Ausmaß deutlich zu begrenzen.
Maßnahmen zur Reduktion von Blutergüssen:
- Blutdruckmanagement durch Narkosearzt
- Tranexamsäure lokal und intravenös
- Akribische intraoperative Blutstillung
- Postoperativ Bromelain (Ananasenzym)
Wundheilung im Detail
Heilungsphasen nach Nasenkorrektur
Die Heilung nach Nasenkorrektur gliedert sich in drei Phasen – mit starken Unterschieden von Person zu Person. Bei Nachkorrekturen verlängert sich der Prozess durch bestehende Narben. Dicke Haut verzögert die Sichtbarkeit des Ergebnisses.
In den ersten 1 bis 4 Wochen nach der Nasenoperation steht die Entzündungs- und frühe Proliferationsphase im Vordergrund. Ödematöse Schwellungen durch Wundflüssigkeit stabilisieren das Gewebe, während der Körper die Heilung einleitet. Das Aussehen variiert täglich, und das Endergebnis bleibt verborgen. Bei modernen Techniken sind Schmerzen minimal, Blutergüsse gering – bei dicker Haut oder Nachkorrekturen kann die Phase intensiver sein.
- Nach Entfernung der Schiene (nach 7–10 Tagen): Endresultat kaum einschätzbar – Verband und Schwellung verbergen Konturen.
- Ödematöse Schwellung: Durch Wundflüssigkeit im Gesicht und Nase; Höhepunkt nach 36–48 Stunden, abnehmend bis Woche 4.
- Verteilung der Wundflüssigkeit: Beeinflusst von Schwerkraft und Gewebedruck – tägliches Erscheinungsbild variiert: Morgens stärker nach Liegen, abends milder nach Stehen/Sitzen; asymmetrisch, oft als Ungleichheit missdeutet; stärker in dicker Haut (Nasenspitze, Seiten, Wurzel).
- Nach Höckerentfernung: Überschüssige Haut schrumpft langsam; hebt sich ab und wirkt wie Resthöcker – normalisiert sich mit Abschwellung.
- Blutergüsse: Klingen ab, falls vorhanden – meist innerhalb 7–14 Tagen; minimal bei Piezochirurgie.
- Nervenendigungen durchtrennt: Nase taub durch Abheben der Haut; Sensibilität kehrt schrittweise zurück (bis Monate).
In den Monaten 2 bis 4 nach der Nasenoperation dominiert die Proliferations- und frühe Remodellierungsphase der Heilung. Granulationsgewebe – ein vorläufiges, chaotisch aufgebautes Netz aus Bindegewebe, Lymph- und Blutgefäßen – stabilisiert das Gewebe rasch, wirkt aber dicker und plumper als das spätere Ergebnis. Die Schwellung nimmt spürbar ab, die Konturen werden klarer. Dennoch bleibt die Nase fest und die Haut verdickt, besonders bei dicker Haut oder Nachkorrekturen.
- Deutliche Abschwellung: Bis zu 80 % des Ödems klingen ab; morgendliche Schwellungen nach Liegen werden seltener.
- Form wird besser erkennbar: Konturen von vorn und seitlich klarer – die Nase wirkt definierter, Asymmetrien durch Restödem nehmen ab.
- Nase fühlt sich fest und hart an: Granulationsgewebe baut Binde- und Knochengewebe chaotisch auf; Lymph- und Blutgefäße proliferieren unregelmäßig – vergleichbar mit Narbenbildung, die Monate braucht, um weicher zu werden.
- Haut dick und verdickt: Besonders über Nasenspitze, Flanken und Wurzel; schrumpft langsam nach Höckerentfernung.
- Sichtbare Narben rot: Bei offener Technik (Columella-Narbe) verblassen Rötungen langsam zu Rosa; interne Narben unsichtbar.
- Zusätzliche Effekte: Leichte tägliche Variationen halten an, aber abnehmend; bei dicker Haut oder Revisionen verzögert sich die Klarheit – Geduld essenziell für natürliches Ergebnis.
In den Monaten 3 bis 6 nach der Nasenoperation tritt die Remodellierungsphase ein, in der chaotisches Granulationsgewebe zu strukturierten Narben umgewandelt wird. Nervenfasern wachsen ein, das Gefühl kehrt zurück, und die Nase wird weicher. Die Schwellung reduziert sich weiter. Bei dünner Haut wird das Endergebnis annähernd erreicht, bei dicker Haut oder Nachkorrekturen deutlich später.
- Weitere Verfeinerung der Konturen: Feinheiten entwickeln sich; Asymmetrien durch Restschwellungen glätten sich, Nase wirkt natürlicher und definierter.
- Großteil der Schwellung abgebaut: Ödeme klingen weitgehend ab; tägliche Variationen (z. B. morgens stärker) werden minimal .
- Annäherung an Endresultat: Nasenspitze und Flanken verfeinern sich, Haut zieht sich zusammen und häutige Höckerreste (aus früheren Phasen) verschwinden endgültig.
- Nase wird weicher: Primäres chaotisches Gewebe formt sekundäre, strukturierte Narben; Bindegewebe reorganisiert sich – Festigkeit nimmt ab, Nase fühlt sich natürlicher an.
- Nervenregeneration: Durchtrennte Fasern sprossen ein; Taubheit löst sich auf, Sensibilität kehrt zurück – vollständig bis Monat 6–9.
- Narbenentwicklung: Externe Narben (z. B. Columella) verblassen von Rot zu Weiß; interne Narben unsichtbar, aber spürbar weicher.
n den Monaten 7 bis 24 nach der Nasenoperation schließt die Remodellierungsphase ab, in der Narben reifen und das Gewebe sich endgültig anpasst. Nerven und Gefäße stabilisieren sich, die Nase gewinnt an Natürlichkeit. Bei primären Eingriffen ist das Endergebnis meist nach 12 Monaten erreicht; bei dicker Haut, Nachkorrekturen oder komplexen Fällen dauert es bis zu 24 Monate – subtile Veränderungen halten an.
- Vollständiger Schwellungsrückgang: 95–100 % der Ödeme abgebaut; keine täglichen Variationen mehr – Nase wirkt schlank und definiert, besonders Spitze und Flanken.
- Nase wird weich: Chaotisches Gewebe formt stabile, elastische Strukturen; Festigkeit verschwindet, Nase fühlt sich natürlicher und beweglicher an, bleibt jedoch etwas fester als vor der Operation.
- Nervenregeneration abgeschlossen: Volle Sensibilität kehrt zurück; Taubheitsgefühle lösen sich auf – Berührungen und Temperaturwahrnehmung normalisieren sich.
- Narbenreifung: Externe Narben (z. B. Columella) verblassen zu unauffälligen, weißen Linien; interne Narben weichen auf, ohne Kontrakturen – Make-up oft unnötig.
Schritt für Schritt zum gewünschten Ergebnis
Nachbehandlung nach Nasenkorrektur
Persönliche Betreuung durch Dr. Brügel
Die Nachsorge führt in Etappen zum Endergebnis. Persönliche Betreuung durch Dr. Brügel begleitet den Prozess der Heilung. Organisieren Sie dennoch einen lokalen HNO-Arzt. Er kontrolliert die Heilung und hilft bei akuten Beschwerden vor Ort.
ab dem 3. Tag
- Entfernung der Silikonfolien durch lokalen HNO
- Kollege erhält Brief mit genauen Informationen
- Anschließend Entfernung von Krusten und ggf. wiederkehrendes Absaugen bei Blockade durch Sekret
ab dem 10. Tag
- Entfernung der Nasenrückenschiene und des Tapeverbandes durch Dr. Brügel
- Kontrolle der inneren Nase
- Anleitung zur Massage
weitere Termine bei Dr. Brügel
- nach 3 Monaten
- nach 6 Monaten
- nach 12 Monaten
- nach 24 Monaten
Nachbehandlung bei Dr. Brügel
Verhalten nach einer Nasenkorrektur
Notwendiges & Überflüssiges
Internet-Ratgeber liefern oft widersprüchliche Regeln. Viele sind überflüssig oder kontraproduktiv. Nur wenige basieren auf Wissenschaft. Der menschliche Körper hat die Wundheilung über Millionen von Jahren perfektioniert, ein eingreifen ist häufig sinnlos oder sogar schädlich. Die wichtigsten Verhaltensmaßnahmen nach einer Nasenkorrektur werden im Folgenden aufgeführt:
1.
Geduld, Geduld und Geduld
Geduld üben ist die wichtigste Verhaltensregel nach einer Nasenkorrektur. Auch wenn soziale Medien ein anderes Bild vermitteln: In den ersten Wochen nach der OP sieht die Nase nicht gut aus. Die Nasenspitze wirkt plump. Der Nasenrücken erscheint breit. Die Nasenwurzel ist geschwollen. Asymmetrische Wassereinlagerungen lassen die Nase schief wirken oder machen die Nasenlöcher ungleich.
2.
Spaziergang statt Spiegel und Selfie
Eine Operation ist ein einschneidender Stressor. Der Körper versetzt sich in Alarmbereitschaft und reagiert mit gesteigerter Aufmerksamkeit, um Gefahren früh zu erkennen. Der Anblick der geschwollenen, plumpen Nase im Spiegel weckt ungute Gefühle – ein instinktiver Schutzmechanismus. Kleinste Details wie Asymmetrien oder Unebenheiten werden intensiv analysiert, um Komplikationen rechtzeitig zu erkennen.
Der unschöne Anblick, assoziiert mit Angst und Sorge, prägt sich tief ins Gedächtnis. Auch nach Abheilung kann Unbehagen persistieren. Statt Freude dominieren vermeintliche Unregelmäßigkeiten die Wahrnehmung der Nase.
Schlimmer als der Spiegel sind Selfies: Das Weitwinkelobjektiv vergrößert die linsennahe Nase, macht sie plumper.
Wer keine Freude am primären Ergebnis empfindet, sollte Spiegel abhängen und auf Fotos verzichten.
Besser sind frische Luft und Bewegung bei Spaziergängen. Hier kann der Körper den OP-Stress effektiv abbauen.
3.
Massage
Massage reduziert Schwellungen. Sie macht die Haut geschmeidig und verhindert langfristig eine derbe, feste Narbenplatte. Durch Druck und Bewegung passt sich die Haut dem neuen Nasengerüst an. Überschüssige Haut – nach Höckerentfernung oder Anheben der Spitze – zieht sich effektiver zurück. Tägliches intensives Massieren verhindert asymmetrischen Narbenzug, der zu Schiefstellungen oder Verdickungen führt. Narbige Einziehungen werden vermieden. Die verdickte Horn- und Talgschicht, durch verschlossene Poren unter Tapeverband, schilfert ab.
Notwendiges & Überflüssiges im Verlauf
1. & 2. Woche
Notwendiges:
- Bromelain: Hilft nachweislich gegen Blutergüsse
- Abschwellendes Nasenspray: Hilft gegen Druckgefühl und Blutung
- Erhöhter Oberkörper beim Schlafen: Schwerkraft unterstützt den Abfluss der Wundflüssigkeit
- Vermeiden von starker körperlicher Anstrengung/Sport/Bücken/hohe Temperaturen: Nachblutungsrisiko
- gesunde Ernährung
- kein Nikotin
Überflüssiges:
- Narbencreme: Nutzlos, weicht selbstauflösende Fäden zu früh auf
- Nasenemulsion: Öle und Duftstoffe simulieren eine freie Atmung. Aber:
- Fett trocknet die Schleimhaut aus.
- Duftstoffe reizen die Schleimhaut.
- Fläschchen sind Brutkasten für Infektionen
- tägliches Absaugen durch HNO-Arzt: Abtragen von Wundschorf reist heilende Wunden wieder
- Nasenschleudern: Drücken auf den Narbensteg. Blutigen Schleim besser mit Taschentuch abtupfen
ab der 3. Woche
Notwendiges:
- Massage
- Fruchtsäurepeelings: Tragen Talg ab und regenerieren die Hornschicht
- Retinoide nach Maßgabe des Arztes: Dünnen fettige und dicke Haut aus.
- Nasenspülung: Hilft bei Abtransport von Schleim und Krusten
- Selbstauflösende Fäden mit feuchtem Waschlappen einweichen
- Leichte körperliche Anstrengung: Bessere Durchblutung des Wundgewebes, aber:
- Keine rhythmischen Erschütterungen wie Joggen: Knorpelfäden können durchschneiden
- Kein Kraftsport: Grimassieren verzieht die Nase, Blutdruckspitzen erhöhen das Nachblutungsrisiko
- Keine Brille tragen
- mineralische Sonnencreme mit LSF 50 bei UV Exposition
Überflüssiges:
- Narbencreme: Nutzlos
- Bettruhe und Reduktion normaler körperlicher Aktivität
- nur weiche Nahrungsmittel: Nase hält normale Kaubewegungen problemlos aus
Notwendiges:
- Bromelain: Hilft nachweislich gegen Blutergüsse
- Abschwellendes Nasenspray: Hilft gegen Druckgefühl und Blutung
- Erhöhter Oberkörper beim Schlafen: Schwerkraft unterstützt den Abfluss der Wundflüssigkeit
- Vermeiden von starker körperlicher Anstrengung/Sport/Bücken/hohe Temperaturen: Nachblutungsrisiko
- gesunde Ernährung
- kein Nikotin
Überflüssiges:
- Narbencreme: Nutzlos, weicht selbstauflösende Fäden zu früh auf
- Nasenemulsion: Öle und Duftstoffe simulieren eine freie Atmung. Aber:
- Fett trocknet die Schleimhaut aus.
- Duftstoffe reizen die Schleimhaut.
- Fläschchen sind Brutkasten für Infektionen
- tägliches Absaugen durch HNO-Arzt: Abtragen von Wundschorf reist heilende Wunden wieder
- Nasenschleudern: Drücken auf den Narbensteg. Blutigen Schleim besser mit Taschentuch abtupfen
Notwendiges:
- Massage
- Fruchtsäurepeelings: Tragen Talg ab und regenerieren die Hornschicht
- Retinoide nach Maßgabe des Arztes: Dünnen fettige und dicke Haut aus.
- Nasenspülung: Hilft bei Abtransport von Schleim und Krusten
- Selbstauflösende Fäden mit feuchtem Waschlappen einweichen
- Leichte körperliche Anstrengung: Bessere Durchblutung des Wundgewebes, aber:
- Keine rhythmischen Erschütterungen wie Joggen: Knorpelfäden können durchschneiden
- Kein Kraftsport: Grimassieren verzieht die Nase, Blutdruckspitzen erhöhen das Nachblutungsrisiko
- Keine Brille tragen
- mineralische Sonnencreme mit LSF50 bei UV Exposition
Überflüssiges:
- Narbencreme: Nutzlos
- Bettruhe und Reduktion normaler körperlicher Aktivität
- nur weiche Nahrungsmittel: Nase hält normale Kaubewegungen problemlos aus
Häufige Fragen zur Nachbehandlung nach Nasenkorrektur
Q&A
Wie lange trägt man einen Gips oder eine Schiene?
In der Regel wird die Nasenschiene nach 10 Tagen entfernt. Danach ist die Nase noch geschwollen.
Die Nasenschiene
Material und Funktion:
- Aluminiumschiene über Tapeverband
- Schützt vor Stößen
- Verhindert eine übermäßige Schwellung
Tragekomfort:
- Leichtes Material
- Kein direkter Kontakt mit der Haut
- Meist gut toleriert
Entfernung der Schiene
Zeitpunkt: Tag ab dem 10. Tag nach der Operation
Ablauf:
- Lösen der Pflasterstreifen
- Vorsichtiges Abnehmen der Schiene
- Reinigung der Nase
- Erste Beurteilung des Ergebnisses
Was Sie erwarten können:
- Nase ist noch deutlich geschwollen
- Form ist bereits in Ansätzen erkennbar
- Haut kann gerötet oder gereizt sein
Nach der Schienenentfernung
Pflege:
- Reinigung mit Fruchtsäurepeeling
- Massage
- Eventuell Taping (siehe unten)
Schutz:
- Vorsicht vor Stößen
- Keine Brille tragen
- Sonnenschutz wichtig (mindestens LFS 50 und mineralische Sonnencreme)
Wann kann ich wieder arbeiten?
Je nach Beruf ist eine Arbeitsunfähigkeit von etwa 14 bis 21 Tagen realistisch. Bei öffentlichkeitswirksamer Tätigkeit, viel Kundenkontakt oder starker körperlicher Arbeit kann eine längere Pause sinnvoll sein.
Krankschreibung: Bei medizinisch-ästhetischen Eingriffen werden Patienten von der Praxis krankgeschrieben. Bei den deutlich selteneren rein ästhetischen Korrekturen müssen Patienten Urlaub nehmen.
Wann darf ich wieder Sport treiben?
Zeitplan für sportliche Aktivitäten
Leichte Spaziergänge:
- Ab wann: Sofort nach der Operation erlaubt
- Fördert Durchblutung
- Unterstützt Heilung
- Vorsicht vor Stößen
Stärkere körperliche Anstrengung:
- Pause: 3 Wochen
- Vermeidung von Blutdruckanstieg
- Schutz vor Nachblutungen, Hämatomen
Sportarten mit Erschütterungen:
- Pause: 6 Wochen
- Beispiele: Joggen, Radfahren auf holprigen Wegen, Seilspringen
- Erschütterungen können Schwellung verstärken
Sportarten mit Grimassieren:
- Pause: 6 Wochen
- Beispiele: Krafttraining (besonders Bankdrücken), intensive Core-Übungen
- Pressen und Anspannung erhöhen Druck
- Risiko für Blutungen
Kontaktsportarten:
- Pause: 6 Monate
- Beispiele: Fußball, Basketball, Kampfsportarten, Hockey
- Schutz vor direkten Stößen
- Gefahr für die neu geformte Nase
- Erst nach vollständiger Knochenheilung
Schwimmen:
- Pause: 3-4 Wochen
- Chlor kann reizen
- Tauchen erhöht Druck
- Vorsicht vor Stößen im Wasser
Wie sollte ich schlafen?
In den ersten vier Tagen empfiehlt sich ein leicht erhöhter Oberkörper. Im Gegensatz zu vielen Ratgebern im Internet ist die Schlafposition nicht kontrollierbar.
Da unser Körper evulotionsbedingt gelernt hat, mit Verletzungen umzugehen, kann sich jeder Patient auf seinen Körper verlassen. Sobald nur der geringste Druck durch die Schlafposition auf die Nase kommt, drehen wir unterbewusst den Kopf aus der Gefahr.
Optimale Schlafposition
Erste 1-2 Wochen:
- Rückenlage mit erhöhtem Kopf: 2-3 Kissen oder verstellbares Bett
- Reduziert Schwellung
Wann kann ich wieder eine Brille tragen?
Brillen sollten mindestens in den ersten 6 Wochen nicht auf dem Nasenrücken aufliegen. Bei Nachkorrekturen oder stuktureller Methode sind 3 Monate notwendig.
Warum ist Vorsicht geboten?
Druck auf heilende Strukturen:
- Gewicht der Brille kann Form beeinflussen
- Druckstellen möglich
- Formbeeinflussung
- Beeinträchtigung des Ergebnisses
Das Gewicht der Brille kann die heilenden Knochen und Knorpel durch Druck verschieben und dadurch das Ergbenis beeinträchtigen.
Empfohlene Zeitspanne
Mindestens 6 Wochen keine Brille auf dem Nasenrücken:
- Länger bei komplexen Eingriffen
- Individuelle Freigabe durch Dr. Brügel
- Abhängig vom Heilungsverlauf
Alternativen während der Heilungsphase
Kontaktlinsen:
- Ideale Lösung für die Übergangszeit
Stirnbandhalterungen:
- Spezielle Brillenhalterungen
- Gewicht lastet auf der Stirn statt auf der Nase
- Online erhältlich
- Ungewöhnliches Aussehen, aber effektiv
Nach der Freigabe
- Zunächst nur kurze Tragezeiten
- Leichte Brillenmodelle bevorzugen
- Bei Druckgefühl sofort absetzen
Wann darf ich wieder duschen?
Bereits am ersten postoperativen Tag ist eine lauwarme Dusche möglich, ebenso das vorsichtige Waschen der Haare. Solange kein Wasser auf den Schiene oder in die Nase gelangt.
Hygiene nach der Operation
Duschen:
- Ab Tag 1: Kurze, lauwarme Dusche bis zum Hals erlaubt
- Kopf und Gesicht aussparen
- Gips/Schiene sollten trocken bleiben
- Nicht zu heiß (Nachblutungsrisiko)
Haarewaschen:
- Ab Tag 3: Vorsichtig möglich
- Kopf beim Auswaschen des Shampoos nach hinten neigen
- Wasser mit Waschlappen vom Gesicht fernhalten
- Eventuell Hilfe einer anderen Person
Gesichtsreinigung:
Bei der Gesichtsreinigung ist zu beachten, dass der Bereich der Hautnähte von der Reinigung ausgespart wird. Die sehr feinen, schnell auflösenden Nähte könnten sich sonst vorzeitig auflösen. Nach der Schienenentnahme sollte die Nase täglich mit einem Peeling gereinigt werden.
- Sanft mit feuchtem Tuch
- Nase mit Verband und Schiene aussparen
Baden:
- Erste 2 Wochen vermeiden
- Zu lange Wärmeeinwirkung
- Dampf kann Schiene lösen
- Nach Schienenentfernung wieder möglich
Welche Faktoren beeinflussen die Heilungsdauer?
Hautdicke:
- Dünne Haut: Schnellere Definition
- Dicke Haut: Längere Abschwellung (bis 18-24 Monate)
Komplexität des Eingriffs:
- Einfache Eingriffe: Schnellere Heilung
- Komplexe Rekonstruktionen: Längerer Prozess (Vor allem bei Nasennachkorrekturen deutlich längere Schwellung als bei der Primär-OP)
Individuelle Heilung:
- Alter
- Genetik
- Lebensstil
- Einhaltung der Verhaltensregeln
Muss ich meine Nase tapen?
In manchen Fällen kann ein Tapen der Nase nach der Abnahme des Gipsverbands sinnvoll sein. Ob ein Tape notwendig ist und wie lange es getragen werden sollte, entscheidet Dr. Brügel individuell im Rahmen der Nachsorge. Nicht jede Nase benötigt ein Tapen. Insbesondere bei dicker Haut mit großen Poren sollte ein Taping vermieden werden.
Zweck des Tapings
Gründe für Taping:
- Schwellungsreduktion: Sanfter Druck fördert Abschwellung
- Hautadaptation: Hilft der Haut, sich dem neuen Nasengerüst anzupassen
- Formgebung: Unterstützt die gewünschte Form
- Stabilisierung: Besonders bei Schiefnasen
Wann ist Taping sinnvoll?
- Ausgeprägte Restschwellung im Bereich über der Nasenspitze
- Der derber Haut durch Vernarbungen nach Nasennachkkorrekturen
Wann ist Taping nicht notwendig?
- Dünne Haut mit guter Definition
- Geringe Schwellung
Anwendung des Tapings
Material:
- Spezielles medizinisches Tape
- Hautverträglich
- Erste Anlage durch Dr. Brügel zur Demonstration
Tragedauer:
- Nachts für mehrere Wochen
- Tagsüber bei Bedarf
Selbstständiges Tapen:
- Anleitung durch Dr. Brügel
- Demonstration der Technik
- Material wird mitgegeben
Was passiert bei Schwellung oder Bluterguss?
Blutergüsse sind bei Dr. Brügel durch gewebeschonende Operationstechniken in der Regel gering ausgeprägt oder bleiben ganz aus. Bei Nachkorrekturen sind Blutergüsse deutlich häufiger und ausgeprägter.
Blutergüsse
Häufigkeit und Ausmaß:
- Durch Piezochirurgie minimiert
- Wenn vorhanden, meist gering
- Vorwiegend unter den Augen
Verlauf:
- Farbwechsel: Blau → Grün → Gelb
- Abklingen nach 7-14 Tagen
- Mit Make-up gut kaschierbar
Maßnahmen:
- Kühlung in ersten Tagen
- Hochlagerung
- Bromelanin (Ananasextrakt als Tabletten)
- Geduld
Schwellungen
Schwellungen lassen sich nicht vermeiden, da sie eine physiologische und somit sinnvolle Reaktion des Körpers auf die Operation darstellen. Sie stabilisieren das frisch rekonstruierte Gewebe und schützen die Struktur der Nase. In den ersten 36 Stunden nehmen die Schwellungen zu, danach klingen sie rasch ab.
Unterstützung der Abschwellung
Maßnahmen:
- Hochlagerung des Kopfes
- Kühlung (erste Tage)
- Ausreichend Flüssigkeit
- Entzündungsarme Ernährung
- Vermeidung von Hitze
- Massage
- ggf. Taping
Wann darf ich wieder Fliegen?
Flugreisen sollten mindestens in der ersten Woche vermieden werden, da die Ohrtrompeten (Tuben) durch die Schwellung verschlossen sein können und der Druckausgleich im Flugzeug möglicherweise nicht funktioniert.
Probleme beim Fliegen:
- Druckausgleich: Schwellung kann Tuben blockieren
- Schmerzen: Durch überdruck im Mittelohr bei der Landung
- Barotrauma: Schädigung des Innenohrs mit Hörstörung und Drehschwindel
Ab wann wieder fliegen?
Sobald die Nasenatmung wieder frei ist, kann gefolgen werden.
Flugreisen
- Meist nach 2-3 Wochen
- Abschwellende Nasentropfen mitnehmen
- Vorsicht vor Stößen im Flugzeug
Wann darf ich wieder in die Sauna?
Sauna und Hitze
Auf intensive Hitzeeinwirkung, etwa durch Sauna oder ausgiebige Sonnenbäder, sollte in den ersten Wochen verzichtet werden, um ein erhöhtes Risiko für Nachblutungen und verstärkte Schwellung zu vermeiden.
Warum Hitze meiden?
- Gefäßerweiterung: Erhöhte Durchblutung
- Blutungsrisiko: Nachblutungen möglich
- Verstärkte Schwellung: Verzögerung der Heilung
Empfohlene Wartezeit:
- Sauna: Mindestens 6 Wochen
- Dampfbad: Mindestens 6 Wochen
- Heiße Bäder: Mindestens 4 Wochen
- Intensive Sonnenbäder: Mindestens 3 Monate
Wann darf ich wieder in die Sonne oder ins Solarium?
Unmittelbare Sonneneinstrahlung sollte in den ersten drei Monaten konsequent vermieden werden.
Warum Sonnenschutz so wichtig ist
UV-Strahlung kann die Wundheilung hemmen und zu Pigmentverschiebungen oder Rötungen im operierten Areal führen. Auch der Heilungsverlauf kann negativ beeinflusst werden.
Risiken bei UV-Exposition:
- Hyperpigmentierung: Dunkle Flecken, besonders bei Narben
- Rötungen: Anhaltende Verfärbungen
- Gestörte Heilung: Verzögerung des Prozesses
- Narbenbildung: Verschlechterung der Narbenqualität
- Schwellungszunahme: Verstärkte Entzündungsreaktion
Sonnenschutzempfehlungen
Wenn sich ein Sonnenkontakt nicht vermeiden lässt, sollte die Nase mit Lichtschutzfaktor 50 (mineralische Sonnencreme) geschützt werden. Besser noch mit mechanischem Sonnenschutz, etwa durch eine Kopfbedeckung mit UV-Blocker.
Optimaler Schutz:
Erste 3 Monate:
- Mechanischer Schutz bevorzugen: Hut mit breiter Krempe, Schirmmütze mit Nackenschutz
- Mineralische Sonnencreme: LSF 50+, speziell für empfindliche Haut
- Mehrmals täglich auftragen: Besonders nach Schwitzen
- Schatten bevorzugen: Direkte Sonne meiden
Monat 3-6:
- Weiterhin konsequenter Sonnenschutz
- LSF 50+ täglich
- Hut bei intensiver Sonneneinstrahlung
- Schrittweise Lockerung nach Absprache
Nach 6 Monaten:
- Sonnenschutz weiterhin empfohlen
- LSF 30-50 täglich
- Langfristig gute Praxis für Hautalterung
Solarium
Auf Solariumbesuche sollte für mehrere Monate vollständig verzichtet werden.
Empfohlene Wartezeit: Mindestens 6 Monate, besser 12 Monate
Gründe:
- Noch intensivere UV-Strahlung als natürliche Sonne
- Höheres Pigmentierungsrisiko
- Keine Möglichkeit zum mechanischen Schutz
- Unnötiges Risiko für ästhetisches Ergebnis
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